Spaniens vergessene Tiere...ein Bericht von Heike-Maria Michalke

Warum ausgerechnet ein Hund oder eine Katze aus Spanien werden Sie sich fragen.
Ganz einfach - weil wir ja auch Käse aus Holland und Wein aus Kalifornien einfliegen lassen. Wieso also dann nicht auch ein Tier ?
Was genau spricht denn gegen ein Tier aus Spanien ?
Nichts, garnichts - ich habe keine schlüssigen Argumente gefunden.
Im Gegenteil - was viele Menschen nicht wissen ist, dass es staatlich unterstützten Tierschutz (z.B. Tierheime) in Spanien NICHT gibt.
Jegliche Tierauffangstationen werden ausschließlich privat betrieben und sind stets auf Spenden und Zuwendungen jeglicher Art angewiesen.

Situation Deutschland: Unsere Tierheime werden staatl. gefördert und unterstützt. Wird gegebenenfalls ein Tier einmal nicht vermittelt (oder ist unvermittelbar auf Grund seines Charakters) so kann es trotzdem - geschützt - im Tierheim alt werden.
Gehen Sie mal auf Hundesuche im Tierheim. Meist finden Sie dort genau die "Felle" die kein Mensch haben will: Kampfhunde, Beisser und Stubenpinkler.
Und trotzdem: diese Tiere werden versorgt und können ihren Lebensabend verbringen.
Kleine und putzige sind meist nur wenige Tage zu Gast und in der Regel ins sehr kurzer Zeit vermittelt - da müssten Sie also schon Glück haben.

Situation Spanien: Hierzu muss ich sagen, dass ich eine liebe Nachbarin habe, die gebürtig aus Spanien kommt und sehr sehr tierlieb ist und die Situation ihres eigenen Landes weder verstehen noch nachvollziehen kann.
Also nicht alle Spanier sind gleich ebenso wie nicht alle Deutschen angagiert im Tierschutz arbeiten - und darum geht es ja auch nicht.
In Spanien werden Hunde - auch heute im 21. Jahrhundert - entsorgt. Entweder sie werden an einem Strick aufgehängt, zu Tode gequält, Galgos z.B. bricht man mit einem Baseballschläger die Vorderläufe und wirft sie ins Wasser um sie ertrinken zu lassen weil - der Galgo, "dumm" wie er ist auch bei noch so schlechter Behandlung wieder zu seinem Besitzer zurücklaufen würde - und noch viele andere schlimme Dinge, die mich manchmal nachts kaum schlafen lassen.
Tiere werden in Albolote und Pinos Puente über den Tierheimzaun geworfen oder angehängt - das ist ja noch fast human.
Eine weitere Möglichkeit besteht darin die Hunde in eine sog. Perrera zu bringen.
Auf deutsch: eine Tötungsstation
Hier werden die Hunde meist noch ein paar Tage, allerhöchstens ein paar Wochen versorgt (was die Betreiber halt unter Versorgung verstehen) und dann auf eine unwürdige Art zu Tode gebracht (eingeschläfter ja - nur allzugerne wird auf die vorhergehende Narkose verzichtet und das bedeutet, dass das Tier seine "Todesspritze" bei vollem Bewusstsein erlebt !!!). Unter anderem sehen wir auch unsere Aufgabe darin, möglichst viele Tiere vor diesem Schicksal zu bewahren.
Dafür brauche wir Sie - die Adoptanten, Flugpaten und Tierpaten.
Ich danke Ihnen von Herzen für jede noch so kleine Kleinigkeit die Sie für die Tiere und für unser Team geben !!

Unsere Familie hat bis dato selbst 7 Hunde aus Spanien adoptiert und wir bereuen diese Entscheidung KEINE einzige Sekunde - ich habe schon Hunde von Züchtern erworben und selbstverständlich sind auch diese Tiere wunderbare, einmalige und liebenswerte Geschöpfe. Und doch gibt es einen subtilen Unterschied. Diesen Tieren ist in ihrem Leben noch nie Schlechtes widerfahren. Unser Tiere aus Spanien wurden teils geschunden, misshandelt und ihre Körper (übersäht mit Narben) zeugen von der Grausamkeit des Menschen. So hätte ich niemals zu glauben gewagt, dass so ein armes Geschöpf wieder Vertrauen fassen und so undendlich viel Liebe geben kann.
Das kann nur ein Tier ! Tiere haben uns eines Voraus - sie vergessen und sie lieben bedingungslos...

 
Unsere Emma in Spanien  

Wunderschöne und stolze Emma 1 Jahr später

Nachfolgend noch ein paar Bilder und Impressionen aus Spanien.

Bitte sehen Sie sich die Bilder nicht mit Kindern an - ansonsten nur, wenn Sie die grausame Wahrheit ertragen. Verschließen Sie nicht die Augen und denken Sie immer dran: Jedes vermittelte Tier ist diesem Schicksal entgangen !!

Jede einzelne Stimme zählt für diese Tiere !


Nebenraum einer Perrera - Tötungsstation in Spanien

Manchmal erledigt es sich auch von alleine...Hunde werden nicht versorgt und verenden qualvoll ohne Futter, ohne Wasser und vor allem ohne Liebe !

Hundeentsorgung auf spanisch

ohne Worte...(dieser Hund hat überlebt)

Grausam und Wahr - eine Leserin meines Buches hat mir mal geschrieben:
"...der Mensch ist der grausamste Parasit auf Erden...!"
Dieser Aussage ist nach diesen Bilder nichts mehr hinzuzufügen.

Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und dass Sie meinen Bericht bis zu Ende durchgelesen habe.

Ihre
Heike Michalke


Hinweis:
Zu den meisten dieser Bilder liegt mir eine Veröffentlichungsgenehmigung vor.
Viele Fotos stammen auch von Touristen und Tierschützern - der Urheber ist dann nicht bekannt. Diese Bilder dienen nur einem Zweck: sie sollen die Menschen wachrütteln und auf Missstände unserer EU Partner aufmerksam machen !!
Sollten Sie dennoch einen Verstoß gegen das Copyright belegen können, ist dies nicht in böser Absicht geschehen. Senden Sie mir kurz eine Mail - ich werde Ihr Bild unverzüglich von unseren Seite entfernen oder dieses entsprechend mit Ihrem Copyright vermerken. Danke !